
Durch eine Förderung der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg konnte in der alten Scheune im Sport- und Geschichtspark nun ein Winterquartier für Fledermäuse fertiggestellt werden. Ein regionales Unternehmen hat die Arbeiten ausgeführt und wurde durch den Fledermausexperten Stefan Weiss fachlich begleitet. Die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin und die Kommunale Entwicklungsgesellschaft Neuenhagen mbH (KENeu) gaben logistische und finanzielle Unterstützung, etwa in Form von Fledermauskästen. „Die KENeu hat am Schäferplatz unweit vom Flederkmauskeller ihren Sitz und deshalb unterstützen wir dieses Projekt gerne. Neben der Storchenkamera, die wir für den Nabu mit gefördert haben ist der Fledermauskeller ein Vorhaben, welches in Bezug auf die Größe in unserer Region wohl einmalig ist und deshalb unseren Beitrag verdient“, erklärt KENeu-Geschäftsführer Arne Knospe.
Um den Fledermauskeller entsprechend zu kennzeichnen, entstand ein Fledermaus-Graffitobild. Dieses Bild wurde durch Ferienkinder des Jugendhauses Blaupause und den Künstler Peter Machoy gestaltet. Seine Arbeit wurde über eine Spende an die Blaupause finanziert. Materialkosten und Aufwendungen für die Rüstung wurden teilweise über das Förderprogramm Gesunde Umwelt bereitgestellt. Ziel des von der Nabu-Ortsgruppe initiierten Projektes ist die Vermittlung von Wissen über den Fledermausschutz. „Das der Nabu hier so viel Einsatz und Engagement zeigt, ist hervorzuheben und für uns sehr wichtig. Wir als Gemeinde unterstützen das Projekt, weil wir uns auch einen geringen Effekt in Bezug auf die Ausbreitung des Eichen-Prozessionsspinners erhoffen. Denn die Fledermäuse fressen auch die geschlüpften Falter. Somit könnte es sein, dass im darauffolgenden Jahr, weniger Eichen-Prozessionsspinner schlüpfen. Die Fledermaus ist also eine Komponente im Kampf gegen den Schädling mit den giftigen Haaren“, erklärt Rico Wendel, Fachgruppenleiter Öffentliches Grün, Baum- und Naturschutz im Fachbereich Bauverwaltung und öffentliche Ordnung der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin. Noch sind keine Bewohner in das 160 Quadratmeter große Quartier eingezogen, doch die begleitenden Experten sind zuversichtlich.

Terminhinweis: Die Eröffnung des Fledermauskellers findet am 30. August 2026 von 11 bis 14 Uhr statt.

