Neun Schülerinnen und Schüler des Einstein-Gymnasiums haben gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und der Kontaktsozialarbeit die Treppe in der Bahnhofsunterführung neu gestaltet. Das Ergebnis zeigt nicht nur viel Kreativität, sondern auch, wofür Neuenhagen steht: Miteinander, Vielfalt und Gemeinschaft.
Die Idee für das Treppenprojekt entstand bereits im Februar. Gemeinsam mit Bürgermeister Ansgar Scharnke und der Autorin wurde überlegt, wie Jugendliche erneut aktiv an der Gestaltung der Bahnhofsunterführung beteiligt werden können.
Damit wird eine schöne Tradition fortgeführt: In regelmäßigen Abständen wird die Unterführung zur Leinwand für die Wünsche, Vorstellungen und Ideen junger Menschen aus unserer Gemeinde. Sie erhalten damit die Möglichkeit, einen öffentlichen Ort, den viele Menschen täglich nutzen, selbst mitzugestalten und ihre Sicht auf Neuenhagen sichtbar zu machen.
An dem aktuellen Projekt beteiligten sich neun Schülerinnen und Schüler des Einstein-Gymnasiums aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Frau Tolander, Niko Fitz von der Kontaktsozialarbeit Jugendwerkstatt Hönow sowie Frau Brandt aus der Gemeindeverwaltung.
Das Treppenprojekt wurde an zwei Workshoptagen umgesetzt. Beim ersten Treffen, noch vor den Sommerferien, stand zunächst die gemeinsame Ideenfindung im Mittelpunkt. Die Jugendlichen entwickelten drei verschiedene Entwürfe für die Gestaltung der Treppenstufen. Anschließend wurde gemeinsam beraten und abgestimmt. Ein Entwurf überzeugte die Schülerinnen und Schüler sowie den Bürgermeister besonders – und erhielt schließlich den Zuschlag für die Umsetzung.
Beim zweiten Workshoptag hieß es dann: Farbe bekennen! Unter der fachkundigen Anleitung von Niko Fitz griffen die Jugendlichen zu Spraydosen und Stiften und verwandelten ihren Entwurf Schritt für Schritt in ein sichtbares Kunstwerk.
Entstanden ist eine ganz eigene Vision der jungen Künstlerinnen und Künstler davon, was Neuenhagen für sie ausmacht. Worte, Farben und Figuren greifen Themen wie Miteinander, Offenheit und Vielfalt auf. Dabei wurde auch während der gemeinsamen Arbeit deutlich, was das fertige Werk ausdrücken soll: Menschen mit unterschiedlichen Ideen und Perspektiven können gemeinsam etwas schaffen.
Das Treppenprojekt ist damit mehr als eine farbenfrohe Verschönerung der Bahnhofsunterführung. Es zeigt, wie Jugendbeteiligung ganz praktisch funktionieren kann. Junge Menschen übernehmen Verantwortung für ihren Ort, bringen ihre Vorstellungen ein und hinterlassen etwas, das für alle Generationen sichtbar bleibt.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Schülerinnen und Schülern sowie den beteiligten Partnern, die dieses besondere Gemeinschaftsprojekt mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrem Engagement möglich gemacht haben.
Die Treppe ist bis zum 1. September noch gesperrt, um die Arbeiten final abzuschließen.
Autorin: Daniela Brandt ist in der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin für die Jugendsozialarbeit im Fachbereich Kinder- und Jugendbeteiligung Bürgerdienste und Einrichtungen zuständig. Fotos: Gemeinde Neuenhagen bei Berlin













