
Am 21. April fand im Teich des Hellpfühleparks in Neuenhagen planmäßig eine Elektrobefischung zur ökologischen Gewässerpflege statt. Ziel der Maßnahme war es, den Fischbestand zu regulieren und insbesondere invasive Arten zu reduzieren, um das Gewässer als wertvollen Lebensraum für Amphibien zu erhalten.
Der Teich, der früher als sehr klar und nahezu fischfrei galt, wies zuletzt einen stark erhöhten Fischbestand und eine deutlich verschlechterte Wasserqualität auf. Im Rahmen der Befischung wurde festgestellt, dass sich vor allem der Giebel massiv ausgebreitet hatte. Etwa 98 Prozent der entnommenen Fische gehörten zu dieser Art. Insgesamt wurden rund 350 Fische mit einer Gesamtbiomasse von über zwei Zentnern entnommen und anschließend in einer Biogasanlage verwertet.
Die Elektrobefischung erfolgte mittels eines speziellen Geräts, bei dem die Fische durch Stromimpulse im Wasser kurzzeitig betäubt werden. Dadurch steigen sie an die Oberfläche und können schonend mit einem Kescher entnommen werden. Diese Methode ermöglicht eine gezielte Entnahme bestimmter Arten, ohne das gesamte Ökosystem nachhaltig zu schädigen.

Ökologisch wertvolle Fischarten wie Rotfedern und Hechte wurden nach dem Fang wieder in den Teich zurückgesetzt. Sie tragen weiterhin zum natürlichen Gleichgewicht bei und dienen unter anderem als Nahrungsquelle für den Eisvogel.
Die behördlich genehmigte Befischung wurde vom Nabu-Neuenhagen initiiert. Die Gemeinde Neuenhagen hat dies als Eigentümer des Grundstücks unterstützt. Zwei Angler des Landesanglerverbands begleiteten den Einsatz professionell.
Text: Fine Stuckart ist Freiwillige im Ökologischen Jahr (FÖJ) beim Naturschutzbund Brandenburg e. V. und dort im Büro Neuenhagen tätig.
