Dorfkirche Neuenhagen

Beschreibung
Die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert auf dem einstigen Dorfanger von Neuenhagen ist steinerner Zeuge aus der Entstehungszeit unseres Ortes. Das Mauerwerk des frühgotischen Gotteshauses weist eine Stärke von 1,25 Meter auf, bei den Turmmauern sogar bis 1,60 Meter. Zweifellos stellte die Kirche damit in Kriegszeiten eine Zufluchtsstätte für die Dorfbewohner dar. Erhalten sind aus dieser Zeit auch die drei Fenster im Ostgiebel, die wie Schießscharten anmuten. Erst viel später wurden das Turmportal und die großen Rundbogenfenster der Nordseite in die Mauern gebrochen und der Turm auf seine heutige Höhe gebracht. Im Jahre 1889 wurde die Dorfkirche um einen Südflügel mit drei Giebeln erweitert, erhöhte man die Mauern des Langhauses um 1,50 Meter und gestaltete die Inneneinrichtung neu. Besonders wertvoll ist die Ave-Maria-Glocke aus dem 14. Jahrhundert im Turm, eine der ältesten in der Mark Brandenburg. Sie trägt die Inschrift: AVE MARIA GRATIA PLENA DOMINUS (TECUM) (Sei gegrüßt, Maria, voller Gnaden! Der Herr ist mit dir). Sie ist nur in Spiegelschrift zu entziffern, da die frühgotischen Lettern in die Gussform aus Lehm eingeritzt wurden. Die zwei kleineren Schwesternglocken hat man im Ersten, ihre Nachfolgerinnen im Zweiten Weltkrieg zu militärischen Zwecken eingeschmolzen. Erst im Jahre 2005 wurden sie nach einer Spendeninitiative des Vereins „Musikpodium Neuenhagen-Hoppegarten“ auf Initiative von Ortwin Schubert neu gegossen. Somit komplettieren die Agnus-Dei- und Laudate Dominum-Glocke heute das klangliche Dreigestirn im Glockenturm. 
Evangelische Verheißungskirchengemeinde Neuenhagen-Dahlwitz: