Im Sommer 2025 hat die Gemeinde Neuenhagen eine große Kinder- und Jugendbefragung durchgeführt. Ziel war es herauszufinden, was junge Menschen zwischen 10 und 26 Jahren bewegt: Was gefällt ihnen an ihrer Gemeinde? Wo gibt es Herausforderungen? Welche Angebote wünschen sie sich für ihre Freizeit und ihren Alltag? Ein herzliches Dankeschön gilt allen Kindern und Jugendlichen, die sich an der Befragung beteiligt haben. Viele haben Zeit investiert, Fragen beantwortet und offen geschildert, wie die jungen Menschen den Alltag in Neuenhagen erleben – in der Schule oder in der Freizeit. Diese Ehrlichkeit ist nicht selbstverständlich und für die Weiterentwicklung der Gemeinde von großem Wert.
Die Befragung war mehr als nur eine Umfrage. Junge Menschen konnten von Anfang an mitgestalten. Noch bevor der Fragebogen erstellt wurde, fanden zwei Workshops statt, in denen Kinder und Jugendliche ihre Ideen einbrachten. Im ersten Workshop ging es darum, wie möglichst viele junge Menschen erreicht werden können. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden kreative Ideen für eine Kampagne – von Flyern und Plakaten bis hin zu Beiträgen in sozialen Medien. Im zweiten Workshop standen die Inhalte im Mittelpunkt. Die Jugendlichen diskutierten, welche Themen für sie wirklich wichtig sind:
Wo halten sie sich gerne auf? Welche Freizeitangebote nutzen sie? Was wünschen sie sich für ihre Gemeinde? Aus diesen Gesprächen entstanden schließlich die zentralen Fragen des Fragebogens. Durch diese frühe Beteiligung wurde sichergestellt, dass die Befragung nah an der Lebensrealität junger Menschen entwickelt wurde. Insgesamt nahmen 625 Kinder und Jugendliche an der Umfrage teil und teilten ihre Meinungen, Wünsche und Ideen für Neuenhagen.
Die Ergebnisse der Befragung bilden nun die Grundlage für die nächsten Schritte. Gemeinsam mit dem BIUF e. V. werden daraus Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung erarbeitet. Der Verein begleitet den Prozess fachlich und unterstützt die Gemeinde bei der Weiterentwicklung sozialer Strukturen und Angebote für junge Menschen.
Denn Beteiligung endet nicht beim Fragebogen – sie beginnt dort erst. Die Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen geben wichtige Hinweise darauf, wo Neuenhagen bereits gut aufgestellt ist und wo Veränderungen notwendig sind. Das Ziel der Gemeindeverwaltung ist es, Neuenhagen weiter zu einer Gemeinde zu entwickeln, in der junge Menschen sich wohlfühlen, ihre Ideen einbringen und aktiv mitgestalten können.
Ein besonderer Dank gilt auch den Schulen und Pädagoginnen und Pädagogen in Neuenhagen sowie den unterstützenden Schulen in den Nachbargemeinden. Durch ihre Organisation und Begleitung konnten so viele junge Menschen erreicht werden. Ohne diese Unterstützung wäre eine Befragung in diesem Umfang nicht möglich gewesen.
Autorin: Daniela Brandt ist in der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin für die Jugendsozialarbeit sowie die Kinder- und Jugendbeteiligung zuständig.
