
Die Anzahl der in Neuenhagen aufgestellten Altkleidercontainer hat sich in den vergangenen Monaten erheblich reduziert. Die jeweiligen Betreiber sind entweder insolvent oder ziehen sich aus dem Geschäftsfeld zurück. Somit verteilen sich die bisherigen Mengen an Altkleidern auf weniger Standorte. Grundsätzlich ist es anscheinend so, dass Mitbürger keine zusätzlichen Wege in Kauf nehmen wollen, um ihre Textilien weiterzugeben und stellen dann ihre Säcke neben die Auffangbehälter. Dies ist nicht nur ein Ärgernis für die Anwohner, die diese Müllberge vor ihrer Haustür ertragen müssen. Auch der Bauhof der Gemeinde springt ein, um diese unerlaubten Müllansammlungen zu beseitigen, wenngleich er die Kosten der Container-Betreiber-Firma in Rechnung stellt. Wird diese Rechnung nicht bezahlt, fließen Steuergelder, die an anderer Stelle fehlen.
Ebenso rückt das Thema Altkleiderentsorgung für den Entsorgungsbetrieb des Landkreises immer wieder in das Handlungsfeld. In einer Pressemitteilung wurden kürzlich noch einmal die Umstände beschrieben und Fragen zum Umgang mit Alttextilien beantwortet. In der Mitteilung wird auf eine zusätzliche Entsorgungsmöglichkeit hingewiesen: „Die Altkleidersammlung im Kreisgebiet wurde jahrelang von karitativen und gewerblichen Sammlern im Kreisgebiet dezentral über Kleidercontainer aufgebaut und unterhalten. Der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland ermöglicht seit 2023 zudem eine gebührenfreie Annahme von Textilien an der Abfallumschlagstation in Rüdersdorf bei Berlin.“ Verschlissene Kleidung ist über den Hausmüll zu entsorgen.
Deshalb appelliert die Gemeindeverwaltung an alle Neuenhagener, die Textilien nicht einfach irgendwo neben volle Container zu stellen. Ebenso weist das Ordnungsamt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zu verschenkende Haushaltsgegenstände nicht einfach in den öffentlichen Straßenraum zu stellen sind. Hierfür bietet sich etwa der Verschenkemarkt des Landkreises an.
