Von Mittelinsel bis Radweg - Maßnahmen für sichere Schul- und Alltagswege vorgestellt


Das vor zwei Jahren von der Gemeindevertretung beauftragte Konzept für sichere Schul- und Alltagswege liegt nun vor. Die sich daraus ergebenden Empfehlungen, die insbesondere auch den Radverkehr betreffen, hat die Gemeindeverwaltung geprüft und daraus verschiedenste Maßnahmen abgeleitet. Diese wurden den Gemeindevertretern in einer Mitteilungsvorlage zur Kenntnis gegeben. Daraus, so die Forderung der Gemeindevertreter, soll nun eine verbindliche Beschlussvorlage werden, damit mit der Umsetzung der Projekte schnellstmöglich begonnen werden kann.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehört u. a. der Bau einer Mittelinsel im Kreuzungsbereich von Rosa-Luxemburg-Damm und Schöneicher Straße zur sicheren Querung der Fahrbahn. Weiterhin sollen im gesamten Hauptverkehrsstraßennetz in den Einmündungsbereichen der Nebenstraßen die Sicherheit für querende Radfahrer und Fußgänger durch Roteinfärbung der Furten erhöht werden. Die Schaffung von radverkehrstauglichen Oberflächen sowohl in der Ernst-Thälmann-Straße, der Garten- und Lindenstraße sowie der Hoppegartener Straße wird im Konzept ebenfalls angemahnt. Dieser ist allerdings in den genannten Straßen nur durch einen teilweisen Umbau der Straßen, die in Kopfstein- oder Kleinpflaster angelegt sind, möglich. Mehr als drei Millionen Euro sind dafür mittelfristig aufzuwenden.

Kurzfristig hingegen ist eine Umgestaltung des Straßenraumes in der Dorfstraße vorgesehen, um hier die Konfliktpotenziale im Schülerverkehr zu minimieren. Dafür sind im Haushalt für 2021 rund 416.000 Euro verankert. Die Neugestaltung des Parkplatzes als zentrale Hol‐ und Bringezone für die Grundschule am Schwanenteich ist mit 985.000 Euro ebenfalls im Etat für dieses Jahr veranschlagt. Bereits in der Realisierung befindet sich der vorgeschlagene straßenbegleitende Radweg an der Hönower Chaussee ortsauswärts in Richtung Hönow.

Insgesamt wird die Umsetzung aller geplanten Maßnahmen ein geschätztes Finanzvolumen von ca. sieben Millionen Euro erfordern. Davon sind im Teilfinanzplan Straßenbau für die Jahre 2021 bis 2025 im kommunalen Haushalt ca. 5,8 Millionen Euro hinterlegt.

Die finanzielle Planung ist dabei jedoch nur die eine Seite der Medaille. Denn insbesondere die Vorhaben im Bereich der Verkehrsorganisation erfordern vor ihrer Realisierung die Genehmigung der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises MOL. Das betrifft insbesondere die Anordnungen zur Einrichtung von Fußgängerüberwegen, wie zur erwähnten Mittelinsel an der Ecke Rosa-Luxemburg-Damm/Schöneicher Straße. Auch die im Konzept vorgeschlagene Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h in der Hauptstraße kann ohne eine Anordnung des Straßenverkehrsamtes nicht umgesetzt werden.