Richtfest für sechs kommunale Wohnungen


Einen Nagel ins Gebälk des Dachstuhls musste Bauherr Jens Schubert, Geschäftsführer der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Neuenhagen (KENeu mbH), nicht einschlagen. Denn das neue Wohnhaus mit sechs kommunalen Wohnungen, für das am Donnerstag Richtfest gefeiert wurde, hat ein Flachdach. Aber einen Richtspruch gab es von Rohbauer Marco Häßlich, Polier der Firma Stradower Baugesellschaft mbH, natürlich trotzdem – und auch eine Richtkrone wurde am Kran hochgezogen. 

Seit Mitte März baut die KENeu, hundertprozentige Tochter der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, an der Niederheidenstraße dieses neue Wohngebäude. Nach vielen Jahren der Sanierung des kommunalen Wohnungsbestandes ist es das erste Neubauprojekt der KENeu nach Errichtung des Marktes am Schäferplatz 2003. „Wir haben in den vergangenen Jahren die kommunalen Wohngebäude an der Hauptstraße, der Niederheiden- und Annenstraße sowie an der Rudolf-Breitscheid-Allee und am Rosa-Luxemburg-Damm saniert, so dass jetzt alle unserer bislang 157 Wohneinheiten auf einem modernen Standard sind“, resümiert Jens Schubert. Nun kommen sechs weitere Wohneinheiten dazu. Drei Zwei- und drei Drei-Zimmer-Wohnungen mit Fußbodenheizung, Parkett, Holz-Aluminium-Fenstern, Balkon bzw. Terrasse (die Wohnungen im Erdgeschoss sind zudem barrierefrei) werden voraussichtlich ab Mai 2019 bezugsfertig sein. Die Zwei-Zimmer-Wohnungen sind 55 Quadratmeter groß, die Drei-Zimmer-Wohnungen umfassen knapp 70 Quadratmeter. Und schon jetzt ist das Interesse für diese Wohnungen groß, weiß Jens Schubert. „Wir werden aber erst in die Vermietung gehen, wenn der Bau vorangeschritten ist, nicht bereits jetzt im Rohbauzustand“, sagt der Geschäftsführer der KENeu. Abstellfläche für die Mieter wird es auch im Mieterkeller geben, und an den Pkw-Stellplätzen erfolgt eine Vorinstallation für das Aufladen von Elektrofahrzeugen.

Lobende Worte fand der Bauherr beim Richtfest für die bislang am Bau beteiligten Firmen und die Planer, die alle aus der Region kommen. „Bislang wurde alles termingerecht absolviert. Insbesondere die Rohbauer haben eine tolle Arbeit geleistet“, freute sich Jens Schubert. Dabei gab es zu Beginn des Bauprojekts einige Hürden zu überwinden. Erst verzögerte der späte Frost im Februar einen pünktlichen Baubeginn, dann fand sich auf dem Grundstück eine große Abwassergrube, die mit Asbest abgedeckt war und entsorgt werden musste. Auch die Aufstellung des Baukrans stellte sich als ungeahnte Schwierigkeit heraus, denn aufgrund des deutlich abfallenden Geländes musste eine eigene Statik für den Baukran vom Planer errechnet werden. 

Doch nun ist alles im Plan, so dass es beim Richtfest rundum zufriedene Gesichter gab. Der Einladung waren auch einige der neuen Nachbarn gefolgt, die hinter dem Mehrfamilienhaus ihre Einfamilienhäuser errichten. Insgesamt entstehen auf dem Gelände noch fünf Einfamilienhäuser, von denen einige von der Niederheidenstraße, andere vom Wiesenweg her ihre Zufahrt erhalten. Die KENeu hatte zur Finanzierung ihres Neubauvorhabens die weiter hinten liegenden Flurstücke des Grundstücks veräußert. Insgesamt investiert die KENeu in den Neubau des Mehrfamilienhauses an der Niederheidenstraße 9 rund 1,1 Millionen Euro.


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