Bürgermeister der Region für Neubau eines Gymnasiums am Berliner Rand


Nachdem die berlinnahen Gemeinden des Landkreises bereits seit mehreren Jahren auf stark steigende Schülerzahlen hinweisen, hat der Landkreis endlich die Schaffung neuer Schulstandorte angekündigt. Für den nun geplanten Neubau eines Gymnasiums zur Deckung des Bedarfs im berlinnahen Raum von Hoppegarten bis Petershagen/Eggersdorf hatten die Gemeinden Hoppegarten und Fredersdorf-Vogelsdorf aus diesem Schulplanbereich II dem Landkreis Grundstücke angeboten. Ebenso hatten sich Altlandsberg und Strausberg aus dem Schulplanbereich I mit Standorten gemeldet. Die Gemeindevertretung Neuenhagen hat am 21.02.2019 einstimmig ihre Unterstützung für den Standort des neuen Gymnasiums auf dem Hoppegartener KWO-Gelände signalisiert.
Vor diesem Hintergrund lud Neuenhagens Bürgermeister Ansgar Scharnke die Bürgermeister der Gemeinden des Schulplanungsbereichs II, Karsten Knobbe, Thomas Krieger und Marco Rutter sowie die Stadt Altlandsberg vertreten durch den stellvertretenden Bürgermeister Carl Grünheid zur weiteren Abstimmung ins Bürgerhaus Neuenhagen ein.

Die Position der Bürgermeister ist eindeutig: Jeder der drei angebotenen Standorte in Hoppegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf und Altlandsberg ist gut und vor allem besser geeignet als der von Landrat Gernot Schmidt (SPD) befürwortete Standort in Strausberg. „Es braucht wohnortnahe schulische Angebote. Es ist nicht zu verantworte,  bei einer Einwohnerzahl von ca. 65.000 Einwohnern im Schulplanbereich II und unter Einbeziehung von Altlandsberg von sogar 75.000 Einwohnern und einem nachgewiesenen Bedarf an neuen Schulplätzen das Gymnasium außerhalb unserer Gemeinden zu errichten“, so Bürgermeister Ansgar Scharnke. „Das wäre ja so, als wenn die Stadt Frankfurt (Oder) für ihre Schüler ein Gymnasium in Eisenhüttenstadt bauen würde.“ Dies ist für die Bürgermeisterrunde gänzlich unvorstellbar. „Wir stehen in Verantwortung für die Menschen, die in unseren Gemeinden leben!“, so der eindeutige Appell der fünf Kommunen an die Kreisverwaltung und den Kreistag, der überraschend bereits eine Entscheidung im März/April zur Standortwahl treffen will. Die Bürgermeister gehen fest davon aus, dass sich die Kreistagabgeordneten der Gemeinden im Schulplanungsbezirk II und der Stadt Altlandsberg dafür stark machen werden, das neue dringend benötigte Gymnasium dort zu bauen, wo die Schüler sind.

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