Landkreis und Gemeinde verhandeln zur Erweiterung des Einstein-Gymnasiums


Bürgermeister und Landrat haben am Donnerstag über eine Erweiterung des Einstein-Gymnasiums (EGN) und damit über eine Verlegung und einen Neubau der Fallada-Grundschule verhandelt. In Anbetracht der dafür notwendigen Planungen und Bauzeiten muss realistisch eingeschätzt werden, dass erst Mitte der 20er Jahre mit einem Freizug der Fallada-Grundschule gerechnet werden kann.

Der Landrat erklärte das Interesse des Landkreises an einer Erweiterung des EGN und damit am Erwerb des Grundstücks der Fallada-Grundschule sowie der Gartenstadthalle. Er führte weiter aus, dass derzeit für den Landkreis die Erweiterung des Gymnasiums in Rüdersdorf und der Neubau eines Gymnasiums in Strausberg Priorität haben, so dass dem Landkreis ein Beginn des Erweiterungsbaus des EGN erst Mitte der 20er Jahre realistisch erscheint.

Der Landkreis führte weiterhin aus, dass er für die Fallada-Grundschule nur einen finanziellen Ausgleich in Höhe der im Jahr 2017 zwischen der Gemeinde und dem Landkreis verhandelten Buchwerte, zzgl. des Anteils für seit dem gestiegene Grundstückspreise, übernehmen wird. Für diesen Betrag ist der Landkreis bereit, die Fallada-Grundschule samt Gartenstadthalle zu erwerben. Damit muss die Gemeinde mehr als 2/3 der geschätzten Kosten des Ersatzbaus allein aufbringen. Bürgermeister Scharnke meint hierzu: „Um die Finanzierung sicherzustellen, werden wir uns noch um weitere Finanzquellen bemühen müssen. Die Gemeinde Neuenhagen wird sich beeilen und nichts unversucht lassen, um 300 zusätzliche Gymnasiumsplätze für Schüler in Neuenhagen zu ermöglichen, die sonst täglich nach Strausberg pendeln müssten.“

Im Hinblick auf die Errichtung einer Oberschule in Neuenhagen verwies der Landrat auf den Kreistagsbeschluss und die bereits fortgeschrittenen Verhandlungen zum Neubau von Oberschulen in Altlandsberg und Fredersdorf. Darüber hinaus sieht der Landkreis keinen Bedarf für die Errichtung einer weiteren weiterführenden Schule in der berlinnahen Region. Der Bürgermeister verwies auf den in der vergangenen Woche beschlossenen Schulentwicklungsplan der Gemeinde samt Beschluss zur Planung einer weiterführenden Oberschule mit gymnasialem Abschluss in Neuenhagen. Darin ist der allein aus Neuenhagener Schülern hergeleitete Bedarf belegt und für die Zukunft nachgewiesen. Der Landrat sicherte zu, in Kürze zum Schulentwicklungsplan der Gemeinde Stellung zu nehmen.

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