Gemeindevertreter beschließen Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung


Die 2. Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin haben die Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl verabschiedet. Gleichzeitig beauftragten sie den Bürgermeister, die erforderlichen Schritte zur Schaffung der notwendigen Grundschulplätze einerseits und zur Errichtung einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe andererseits in die Wege zu leiten.

Die von der Verwaltung vorgelegte Schulentwicklungsplanung beschreibt für den Planungszeitraum bis zum Schuljahr 2027/28 die gegenwärtige Situation und den Bedarf bezüglich weiterführender allgemein bildender Schulen für Neuenhagener Schüler. Im Grundschulbereich geht die Gemeinde nunmehr davon aus, dass bei anhaltender Entwicklung der Einwohnerzahlen wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits zum Schuljahr 2022/23 mit einer Zehnzügigkeit bei den Einschulungen zu rechnen ist. Das wäre vier Jahre früher, als in der 1. Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung prognostiziert.

Ähnlich stellt sich ein deutlich gestiegener Bedarf an Plätzen für die weiterführenden Schulen dar. „Spätestens ab Sommer 2023 werden jährlich 200 Schüler und mehr die kommunalen Grundschulen verlassen und einen Platz an einer weiterführenden Schule benötigen“, heißt es dazu in der Schulentwicklungsplanung der Gemeinde. Daraus leitet die Verwaltung den Bedarf für eine weitere mindestens zweizügige weiterführende allgemein bildende Schule ab. Dabei wird schon berücksichtigt, dass rund 50 Prozent der Grundschulabgänger einen Platz am Gymnasium suchen und auch die anderen Oberschulen der Region und Spezialschulen in Berlin weiterhin von den Eltern angewählt werden. „Das Schüleraufkommen der Gemeinde Neuenhagen ist für eine weitere weiterführende allgemein bildende Schule neben der IB-Oberschule und dem Einstein-Gymnasium bereits heute und im prognostizierten Zeitraum ausreichend“, so das Fazit der Schulentwicklungsplanung. Ein geeigneter Standort für diese weiterführende Schule wäre der Schulcampus am Gruscheweg, für den derzeit die Planungen zum Neubau einer dreizügigen Grundschule in Trägerschaft der Gemeinde und einer Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Trägerschaft des Landkreises laufen.

Der Beschluss der Schulentwicklungsplanung bedeutet jedoch noch nicht, dass in der Gemeinde auch tatsächlich eine weiterführende Schule in Trägerschaft der Gemeinde errichtet wird. Er ist aber eine klare Willensbekundung der Gemeinde Neuenhagen und ein klarer Auftrag der Gemeindevertreter an die Verwaltung, entsprechende Gespräche mit dem Landkreis und dem Brandenburgischen Bildungsministerium zu führen. Zur konkreten Errichtung einer weiterführenden Schule bedarf es eines Beschlusses der Gemeinde zur Errichtung einer Schule und der Genehmigung durch das für Schulen zuständige Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Bürgermeister Ansgar Scharnke wird mit dem Landrat zeitnah Gespräche führen, um ein Benehmen mit dem Landkreis über die Schulentwicklungsplanung herzustellen.

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