Gemeinde stoppt Planungsverfahren zum Schulcampus am Gruscheweg


Die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin stoppt das Planungsverfahren zum Bildungscampus Gruscheweg. Einem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung im nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Gemeindevertretersitzung folgten die Gemeindevertreter einstimmig. Hintergrund der Entscheidung ist eine erhebliche Kostenüberschreitung, die sich beim gegenwärtigen Stand der Planungen abzeichnet und die die Gemeinde finanziell überfordern würde. Mögliche Einsparpotenziale, die seitens des Architektenbüros nach einer Überarbeitung der vorgelegten Vorentwurfsplanung aufgezeigt wurden, führen aus Sicht der Gemeinde zu deutlichen Einschränkungen bei der Nutzung der Grundschule sowie der Sporthalle. So müssten Fach- und Teilungsräume entfallen sowie andere Räume eine Doppelnutzung für Hort und Schule erfahren – und eine solche wollte die Gemeinde bei der neu zu erbauenden Schule nicht. Eben so wenig könne sie einer Verkleinerung der Mensa/Aula zustimmen, die dann den Raumvorgaben des Landes Brandenburg nicht mehr entspräche, so die Verwaltung. „Die Einsparvariante entspricht danach im Ergebnis nicht mehr den Mindestanforderungen der Gemeinde“, konstatierte die Verwaltung und schlug den Gemeindevertretern daher die Einstellung dieses Planungsverfahrens vor.

Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung wurden nach entsprechenden Gesprächen mit dem Architektenbüro, dem Landschaftsarchitektenbüro und den beteiligten Fachplanern die bisherigen Planungen angehalten. Die Gemeinde muss nun schnellstmöglich ein neues Verfahren starten. Ziel ist es, ähnlich wie seinerzeit beim Neubau des Bürgerhauses, Planung und Ausführung in die Hand eines Unternehmens zu geben, um frühzeitig eine Kostensicherheit für die Gemeinde zu erlangen. Einen entsprechenden Vorschlag soll die Verwaltung den Gemeindevertretern bereits zur nächsten Beratungsrunde nach der Sommerpause im August vorlegen.